Die Reduzierung von Schadstoffemissionen ist zu einer entscheidenden Herausforderung für die Automobilindustrie geworden. Seit 2014 gibt es eine neue Verordnung, die eine drastische Begrenzung der Emissionen von Stickoxiden (NOx) auf 0,08 g/km für Dieselfahrzeuge vorsieht. Diese Regelung hat zur allgemeinen Einführung des SCR-Systems (Selektive Katalytische Reduktion) in Verbindung mit der Verwendung von AdBlue® geführt.
Funktionsprinzip des SCR-Systems
Das SCR-System besteht aus mehreren Schlüsselelementen:
- Ein spezifischer Katalysator
- Ein AdBlue®-Tank
- Eine AdBlue®-Pumpe und eine AdBlue®-Einspritzdüse
- Temperatur- und NOx-Sensoren
- In einigen Fällen eine dedizierte Steuereinheit
Der Reinigungsprozess verläuft wie folgt:
- Die Abgase strömen durch den SCR-Katalysator.
- Das System analysiert die Temperatur der Gase und die Menge an vorhandenem NOx.
- Eine exakte Menge AdBlue® wird in den Abgasstrom eingespritzt.
AdBlue® reagiert mit NOx und wandelt diese in Stickstoff (N₂) und Wasserdampf um. Damit die katalytische Reaktion stattfindet, muss die Systemtemperatur mindestens 200 °C erreichen.

Zusammensetzung und Herausforderungen von AdBlue®
AdBlue® ist eine wesentliche Lösung für den Betrieb von Systemen der selektiven katalytischen Reduktion (SCR). Obwohl AdBlue® bei der Verringerung der Emissionen von Stickoxiden (NOx) wirksam ist, stellt seine Verwendung mehrere Herausforderungen dar.
Zunächst einmal ist AdBlue® korrosiv und erfordert beständige Materialien für alle kontaktierten Komponenten, um Schäden zu vermeiden. Darüber hinaus gefriert es bei -11 °C, was in kalten Regionen ein Problem darstellen kann und zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen erfordert, um ein Einfrieren des Tanks zu vermeiden. Kristallisation ist auch bei Betriebstemperaturen unter 260 °C ein Risiko, denn sie kann Blockaden im SCR-System verursachen. Schließlich hat AdBlue® eine begrenzte Haltbarkeit und läuft ein Jahr nach seiner Herstellung ab, so dass Benutzer die Lagerbestände sorgfältig überwachen müssen, um eine maximale Wirksamkeit zu gewährleisten.
Probleme im Zusammenhang mit der Kristallisation
Die Kristallisation von AdBlue® ist ein wichtiges Thema, insbesondere bi Fahrzeugen, die hauptsächlich in Stadtgebieten bei niedriger Geschwindigkeit unterwegs sind. Dieses Phänomen kann zu einer Verstopfung des SCR-Systems, des Injektors oder der Pumpe, zu Schäden an den Systemkomponenten oder zu Fehlfunktionen des Füllstandsensors im Tank führen.
Solche Probleme können zu hohen Reparaturkosten führen, insbesondere wenn der gesamte AdBlue®-Tank ausgetauscht werden muss.
Lösungen und vorbeugende Unterstützung
Um die Funktion des SCR-Systems zu gewährleisten und Problemen im Zusammenhang mit AdBlue® vorzubeugen, können verschiedene Maßnahmen wie eine regelmäßige Reinigung ergriffen werden, um den ordnungsgemäßen Betrieb des SCR-Katalysators sicherzustellen. Die Verwendung eines speziellen Anti-Kristallisations-Additivs wie Crystal Clean & Protect kann auch dazu beitragen, die Kristallbildung zu reduzieren.
Eine Überfüllung des AdBlue®-Tanks sollte zudem unbedingt vermieden werden und Kunden sollten darauf Aufmerksam gemacht werden, extreme Kälte zu vermeiden, um das Risiko einer Kristallisation zu begrenzen.
Obwohl das mit AdBlue® verbundene SCR-System einen bedeutenden Fortschritt bei der Reduzierung der NOx-Emissionen darstellt, hängt seine Wirksamkeit von einer ständigen Überwachung und regelmäßiger Wartung ab. Durch einen proaktiven Ansatz mit häufigen Kontrollen und geeigneten Produkten ist es möglich, die Leistung des Fahrzeugs zu optimieren und die Lebensdauer dieses wesentlichen Systems zu verlängern. Eine vorbeugende Wartung ist unerlässlich, um einen optimalen Betrieb zu gewährleisten, den ökologischen Fußabdruck Ihrer Kunden zu reduzieren und eine längere Lebensdauer ihres Motors zu gewährleisten.


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